Das Falkensteiner Bockerl
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Brotzeit-Halt im Radlbahnhof

 


Haltestelle auf dem Bockerl-Radweg: Der Radlbahnhof in Hauzendorf mit Wirtin Josefa Forster und ihrem Mann ist ein Treff nicht nur für Radler. Foto: altrofoto.de

70 Jahre lang, ab 1913, fuhr das „Bockerl“ von Regensburg nach Falkenstein – mit der Sonderfahrt eines knallroten Schienenbusses ging die Ära dieser traditionsreichen Eisenbahnstrecke 1985 zu Ende. Das bedeutete auch das Aus für den kleinen Bahnhof in Hauzendorf bei Bernhardswald im östlichen Landkreis Regensburg. Aber das arg herunter gekommene Gebäude mit Warteraum und Verladerampe wurde von Josefa Forster zu neuem Leben erweckt. Der ehemalige Bahndamm wurde zu einem der schönsten Radlwege Deutschlands und aus der Hauzenberger Station wurde das Ausflugslokal „ Radlbahnhof“.
Im rustikalen Biergarten, beschattet von Ahorn- und Eichenbäumen, bestellen wir uns ein kühles Radler und ein Weizenbier. Die kleine Karte bietet Brotzeiten aller Art. Wir probieren zur Vorspeise eine Pfannkuchensuppe (1,80 Euro), die aber eher enttäuscht. Bei der Brühe hat man das Würzen vergessen. Umso besser schmeckt dafür das Schmalzbrot (1,50 Euro), liebevoll mit Schnittlauch und Radieschen garniert.
Im Inneren ist der alte Bahnhof fast nicht wieder zu erkennen. Die Gaststube gruppiert sich um einen großen Kachelofen auf verschiedenen Etagen bis unter das Dach. Aus der ehemaligen Verladerampe ist ein Wintergarten geworden. Im Garten steht ein Backofen, der beispielsweise zur Kirchweih in Betrieb genommen wird, um knusprige Gänse und Enten zu braten.
Für uns kommt jetzt eine frittierte Forelle (7,00 Euro) auf den Tisch. Filetiert ist sie zart im Biss, die Panade knusprig und würzig. Im Inneren hätte sie wiederum einen Hauch mehr Salz vertragen, vielleicht hätten auch ein paar Kräuter nicht geschadet. Der Radlbahnhof-Brotzeitteller (5,50 Euro) mit Geräuchertem, sechs weiteren Wurstsorten und ausgezeichnetem „Obatzten“ gibt keinerlei Anlass zu Kritik. Das gewürzte Schwarzbrot dazu ist hervorragend. Kurz rätseln wir, ob der Kartoffelsalat zur Forelle selbst gemacht war, oder ob die Wirtin beim Kauf eines Fertigproduktes ein gutes Händchen hatte.
Mittlerweile hat sich der Biergarten mit Radlern gut gefüllt. 35 Kilometer – von Gonnersdorf bei Regensburg bis Falkenstein – ist der Radlweg lang. Wenn jetzt noch fauchend und pfeifend das „Bockerl“ in den Bahnhof einfahren würde – ja dann wäre das Freizeit-Glück perfekt. Fritz Winter

Was man wissen muss:
Radlbahnhof Hauzendorf, Erlbacherstr. 2, Telefon: 09463/7181

Öffnungszeiten:
Im Sommer Mittwoch, Donnerstag ab 12 Uhr,
Samstag, Sonn-Feiertag ab 10 Uhr, bis 20 Uhr (wenn Gäste da sind auch länger).
Winter auf Anfrage

Preise:
Vorspeisen: 1,50 - 3,50 Euro
Hauptgerichte: 3,50 - 7,00 Euro
Brotzeiten: 4,00 - 5,50 Euro
Getränke: 0,5l Radler 2,00 Euro, Helles 2,10 Euro, 0,4l Wasser 1,60 Euro

Besonderheiten:
Renovierter Mini-Bahnhof, schöner Biergarten, Radler-Treff

Mittelbayerische Zeitung vom 4.8.2006

 

 
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